06.07.2018Auszubildende besuchen Ausstellung über verfolgte jüdische Juristen

15 Auszubildende des Oberstufenzentrums 2 in Potsdam, die sich auf den Beruf „Rechtsanwaltsfachangestellte/r vorbereiten, besuchten am 04. Juli unter Führung ihres Lehrers, Herrn Rausch, die Ausstellung „Verfolgte jüdische Juristen im Landgerichtsbezirk Potsdam“ im Justizzentrum an der Jägerallee. Mit großem Interesse ließen sie sich über die Situation bis 1933 und die daraufhin einsetzende Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Juristen informieren. Bei dem damaligen Potsdamer Richter Fritz Hirschfeld, nach dem unlängst der Besprechungsraum des Landgerichts benannt worden ist, führte dies dazu, dass er zur Emigration gezwungen wurde. Er verlor Beruf und Heimat und wurde schließlich nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Niederlande, wo er Zuflucht gefunden hatte, in verschiedene Konzentrationslager verschleppt und in Auschwitz ermordet. Die Landgerichtspräsidentin Dr. Ellen Chwolik-Lanfermann, die die Auszubildenden durch die Ausstellung führte, betonte, dass diese Teil der wichtigen Aufgabe der Erinnerung und Aufarbeitung sei. Die Ausstellung sei wegen des großen Interesses zumindest bis zum Ende des Jahres 2018 verlängert worden. Weitere Besuche von von Schüler- bzw. Auszubildendengruppen seien willkommen.

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